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1953. Hans Friedrich Poerschke auf der Bergbahn-Trasse in Wuppertal-Barmen.
Im Hintergrund des Bildes liegt der Stadtteil Barmen.
Im Gebaeudekomplex des Kraftwerkes in der Mitte des Bildes befand sich die Talstation der Bergbahn.
Am 16. April 1894 wurde die Bergbahn feierlich eröffnet.
Planungen für die Bahn gehen schon auf das Ende der 1880er Jahre zurück.
Während des 2. Weltkriegs brannten die Berg- und die Talstation mit sechs darin befindlichen
Triebwagen ab. So lag die Bahn von Mai 1943 bis Februar 1944 still.
Nach dem Einmarsch der Alliierten ruhte der Verkehr abermals zwischen April und Juni 1945.
Trotz kriegsbedingter Schäden konnte sie kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs ihren Dienst
wieder aufnehmen. 1954 beschloss der Rat der Stadt Wuppertal, den Betrieb der Bahn wegen
Unwirtschaftlichkeit und hoher Sanierungskosten einzustellen. Nach Bürgerprotesten verzögerte sich die Stilllegung um fünf Jahre. Die ursprünglich geplante Umspurung der Straßenbahn - Linie 10 vom Toelleturm nach Ronsdorf und die Führung der Linien 4 und 14 parallel zur Bergbahn wurde zwar begonnen, aber nicht vollendet und realisiert, als am 12. März 1958 beschlossen wurde, die Zahnradbahn zusammen mit den Linien 4, 10, 10E und 14 durch eine Oberleitungsbuslinie zu ersetzen.
Die Barmer Bergbahn fuhr am 4. Juli 1959 unter großen Protesten der Bevölkerung ein letztes Mal und wurde 1960, nach einem Jahr "Schonfrist", abgebaut und die Fahrzeuge verschrottet. Die gesamte Betriebsanlage und der Wagenpark waren veraltet, sodass die Stadtwerke nicht bereit waren, die Bahn zu erneuern. 65 Jahre wurde nur das Nötigste in die Bahn investiert. Man spricht heute auch von politischen Hintergründen.
2006 wurde im Zuge der Regionale 2006 die Trasse der Waldstrecke wieder freigelegt und mit Granitstelen gesäumt. So ist dieser Teil der Trasse begeh- und erlebbar geworden. Der Damm der Trasse befindet sich noch in einem erstaunlich guten Zustand. Quelle: Informationsblatt des Barmer Bergbahn e.V.www.bergbahn-barmen.de
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